Praxismaßnahmen für eine Onlineshop-Optimierung

Onlineshop Optimierung

Der Onlinehandel hat sich in den letzten Jahren weit verbreitet und bringt vielen Unternehmen hohe Umsätze. Heutzutage kann man als Händler oder als Hersteller kaum auf einen Onlineshop verzichten. Viele Kunden nutzen diese Möglichkeit, um online zu stöbern und von zu Hause aus Produkte zu kaufen.

Die Zeiten ändern sich und in der digitalen Welt ist es nun einmal so, dass man die Trends im E-Commerce beachten muss, damit der Shop auch weiter erfolgreich bleibt. Ein Onlineshop kann erst dann langfristig funktionieren, wenn er ständig einem Optimierungsprozess unterworfen wird. Um der Konkurrenz standhalten zu können, ist es wichtig, die Besucher immer wieder mit neuem Produktsortiment, verbesserter Usability und neuen Funktionen im Shop zu überraschen. Wenn man diese Hauptschritte für die Onlineshop-Optimierung verfolgt, verschafft man sich Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Bei einer Onlineshop-Optimierung werden folgende Ziele angestrebt:

  • Erhöhung der Conversion Rate (qualitative Umsatzsteigerung)
  • Erhöhung der Umsätze (quantitative Umsatzsteigerung)
  • Senkung der Kosten (Einmalige und laufende Kosten)

Dieser Artikel zeigt Praxismaßnahmen für die Optimierung eines Onlineshops auf, um die oben erwähnten Ziele zu erreichen.

Optimierung der Webserver oder Serverinfrastruktur 

Optimierung der Server-Infrastruktur Die Server-Auswahl ist keine leichte Aufgabe. Besonders unter der Prämisse, einen langfristigen Vertrag zu unterschreiben, sollte man die Auswahl präzise angehen. Denn der Service und Support sind die wichtigsten Faktoren, um Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten. Es gibt zahlreiche Anbieter, aber nicht alle bieten wirklich performante Server an. Daher sollte man sich Zeit lassen und sich mit den Bewertungen und Funktionen der jeweiligen Anbieter bekannt machen.

Nach der Auswahl kann man mit der Webserver-Optimierung für Onlineshops starten und den Server testen lassen, um zu verstehen, was er tatsächlich aushalten kann. Denn ein Server-Ausfall verursacht nicht nur finanziellen Schaden, sondern schadet auch der Reputation.

Optimierung des Shopsystems

Optimierung des Shopsystems oder der Shop Software

Nachdem Sie einen neuen (besseren) Server Anbieter für Ihren Onlineshop ausgewählt haben, kann die Shopsystem Optimierung beginnen - die wichtigste Frage ist, mit der man starten soll, ob man den bestehenden Onlineshop optimiert, oder direkt einen neuen besseren Onlineshop erstellt. Webseiten, die lange laden, werden von Besuchern schnell verlassen, daher ist es wichtig, für eine bessere Website-Performance zu sorgen, z.B. durch Komprimierung der Inhalte oder HTTP/2 Aktivierung. Das wird sich positiv auf die Ladezeiten auswirken, sorgt für mehr Nutzeraktivität und ein optimales Nutzererlebnis. Folglich bekommt Ihr Onlineshop auch ein gutes Google Ranking.

Die Shopsystem Optimierung ist zwar ein kostenintensiver Prozess, der allerdings notwendig ist, um erfolgreich im Internet zu verkaufen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die technische Qualität der Webseite zu verbessern. Beispielsweise können Bilder in der optimierten Größe hochgeladen werden oder die Darstellungsgröße kann definiert werden, um die Ladezeiten zu reduzieren. Dank der Browser-Cache Funktion können Inhalte für wiederkehrende Nutzer aus dem Cash abgerufen und dadurch schneller geladen werden. Ein weiterer Faktor, der sich positiv auf der Ladegeschwindigkeit auswirkt, ist das Minimieren von HTML, JavaScripts und CSS. Auch unnötige Inhalte sollte man regelmäßig entfernen. Dabei gilt die Regel: so schlank wie möglich.

Es könnte auch sein, dass die Optimierung des alten Shopsystems aufwendiger ist, als einen komplett neuen Onlineshop erstellen zu lassen. In diesem Fall ist es sinnvoll, eine Shopsoftware zu finden, welche die gewünschten Funktionen bereits beinhaltet. Die populärsten Shopsysteme sind Magento 2, OXID 6, Shopware 5. Diese sind auch in unterschiedliche Editionen verfügbar. Wählen Sie eine aus, die Ihren Zielen und Anforderungen entspricht.

Optimierung der Usability

Onlineshop Usability OptimierungDie intuitive Navigationsstruktur und Interaktionsmöglichkeiten sorgen für maximale Benutzerfreundlichkeit. Schnell das gewünschte Produkt finden und Zeit sparen - das werden Ihre Kunden schätzen! Besonders wenn der Onlineshop umfangreicher wird, empfiehlt es sich, auf eine optimal funktionierende Suchfunktion zu achten und die wichtigste To-Dos bei der Suche bei der Optimierung. z.B. dank der Tippfehlerkorrektur und Suche nach Synonymen können relevante Ergebnisse angezeigt werden. Die Suchergebnisseite kann mit weiteren Filter- und Sortierfunktion ausgestattet werden (Kategorien, Sortierung nach wichtigen Kriterien usw.), um die Ergebnisse einzugrenzen. Der Kategoriebaum muss übersichtlich gestaltet werden und sollte nicht zu viele Ebenen beinhalten. Außerdem kann der Produktvergleich dem Besucher helfen, eine richtige Wahl zu treffen.

Bei der Usability Optimierung geht es weniger um große, zeitintensive Investitionen, sondern mehr um Kleinigkeiten, die den Kunden das Leben erleichtern. Ein zu umfangreicher Kategoriebaum, zu komplizierter Warenkorb oder zu lange Anmeldung sollten nicht auf ihrem Weg stehen. Der Kaufprozess soll schnell mit ein paar Klicks erfolgen.

Optimierung des Warenkorbes

Ist ein Produkt im Warenkorb, wird der Kauf nicht weit entfernt sein. Doch wenn der Warenkorb, aus der Sicht des Kunden nicht optimal aufbereitet ist, kann noch einiges schief gehen. Das bedeutet, dass die Warenkorb Optimierung an der Reihe ist. Der Kunde möchte immer den Überblick behalten. Leiten Sie den Kunden nach einem Kauf nicht sofort in den Warenkorb, sondern lassen Sie ihn selbst bestimmen, ob er den Kauf fortführen oder schon die Bestellung aufgeben möchte.

Optimierung des Checkouts

Optimierung des Checkouts

Den Bestellprozess optimieren und userfreundlich gestalten hilft die Abbrüche während des Kaufprozesses zu verringern. Dabei sollten aber alle notwendigen Produktinformationen dargestellt sein, wozu Produktname, Preis, Gutscheine oder Rabatte, Gesamtpreis aller Produkte und die Lieferdauer gehören. Es sollte auch möglich sein, die Anzahl der Produkte zu verändern oder das Produkt aus dem Warenkorb zu entfernen. Am besten ist es, wenn der Warenkorb sofort aktualisiert wird, ohne die Seite neu zu laden.

Die Checkout Optimierung hilft, die Abbruchquote zu senken, wodurch die Konversionsrate steigt. Da die Mehrheit der Besucher als Gast bestellt, sollte man den Kunden sofort zum Formular mit Kontaktdaten führen. Wenn der Kunde wünscht, kann er ganz einfach auf “Konto anlegen” klicken und sich registrieren. Das Formular mit Kontaktdaten, die Auswahl der Versand- und der Zahlungsart sollte so simpel wie möglich sein. Angebote wie Standard- oder Express-Versand und verschiedene Zahlungsarten (wie Zahlung auf Rechnung, Vorkasse, PayPal, Lastschrift) sind sehr bequem für die Konsumenten.

Der Erfolg hängt von vielen Faktoren ab, die ein Shopbetreiber im Auge behalten sollte. Beispielsweise weckt das Interface das Interesse der Kunden und sorgt für einen positiven ersten Eindruck. Je weniger Zeit der Besucher benötigt, um das zu finden was er sucht, desto wahrscheinlicher wird er auch etwas kaufen. Der einfache Bestellprozess und Warenkorb sind ebenfalls entscheidend.

Optimierung der Startseite

Das Herzstück des Onlineshops ist die Homepage, denn ihre Aufgabe ist es, aus Besuchern Kunden zu machen. Lassen Sie Ihre Startseite optimieren, damit diese im Suchmaschinenranking oben zu finden ist. Es ist klar, dass Fehler auf dieser Webseite die Conversion-Rate beeinträchtigen. Eine mit Bildern überladene Startseite wird die Besucher nur abschrecken. Besser ist es, Kunden mit einem Begrüßungstext anzusprechen und einen persönlichen Bezug, z.B. durch Fotos, zu schaffen. Der User ist auf der Suche nach einem Produkt und er sollte die Möglichkeit bekommen, das auf Ihrer Webseite zu finden und zu kaufen. Das Suchfeld sollte für den Besucher sofort sichtbar und nicht irgendwo in der Ecke versteckt sein. Fügen Sie ebenfalls Kontaktdaten auf die Hauptseite, damit man bei Fragen weiß, an wen man sich wenden kann.

Optimierung der Kategorieseite

Die Kategorieseite ist schon einen Schritt näher beim Kauf, denn hier schaut der Besucher, ob das Sortiment sein Interesse weckt. Daher muss diese Seite informativ, klar strukturiert und verständlich für den User sein. Bei Bedarf kann die Kategorieseite mit Kategoriebildern und Text veredelt werden. Bei der Kategorieseite-Optimierung muss beachtet werden, dass der Text dem User weiterhilft und nicht zur SEO-Optimierung dient. Rabatte, Aktionen, Sonderangebote und neu eingetroffene Waren, also das alles, was Kunden lieben, ist ganz oben zu platzieren, genauso wie die Filter- und Sortiermöglichkeiten. Der Besucher soll sich schnell zurechtfinden können. Die Historie aller geöffneten Produkte soll auch nicht fehlen, beim Suchen kann der Kunde sich das eine oder andere mal umdenken und zum vorigen Produkt springen.

Optimierung der Produktdetailseite

Optimierung der ProduktdetailseiteDa die Kaufentscheidung meistens auf der Produktdetailseite getroffen wird, sollte man auch die Produktdetailseite optimieren. Qualitative Produktbilder, die sich vergrößern lassen, werden Kunden schneller wahrnehmen als Text. Trotzdem wird ein Onlineshop mit ansprechenden und ausführlichen Produktbeschreibungen beim Besucher punkten. Die Produktinformationen müssen sorgfältig gepflegt werden. Durch genaue Produktbeschreibungen, Merkmale und zusätzliche Angaben wird die Retourenquote sinken. Sie können dem Kunden auch relevante Empfehlungen geben. Die Zusatzartikel oder Alternativen werden dem Kunden, wenn ihm das Produkt nicht gefällt, weiterführen, dadurch gewinnen Produkte zusätzliche Aufmerksamkeit und der Warenkorbwert wird sich erhöhen. Ist der Kunde nicht vom Produkt überzeugt, wird ihm die Historie helfen, zu dem bereits geöffneten Produkt zurückzukehren.

Optimierung der Marketingmaßnahmen

Um den Wettbewerbskampf zu gewinnen, müssen Sie Konsumenten davon überzeugen, dass Ihr Onlineshop die richtige Wahl ist. Ein besonderes Kauferlebnis und ein umfangreiches Sortiment im Onlineshop, das es bei der Konkurrenz nicht zu finden gibt - das lockt die Kunden an. Ihr Onlineshop muss mit der Zeit Schritt halten und neue Trends den Kunden rechtzeitig bieten können. Bei der Produkteinführung kann Ihnen ein PIM-System zur Hilfe kommen.

Marketingmaßnahmen sind mühsam, aber sehr nützlich, wenn Sie es geschafft haben, viele Besucher zu Ihrem Onlineshop zu locken. Dank Marketingmaßnahmen kann man die Verkäufe richtig ankurbeln. Nutzen Sie dafür diverse Möglichkeiten :

  • Aktionspreise und Sonderangebote
  • Badges - Neu, Sale, Populär etc.
  • Rabatte, Neukundenrabatte
  • Gutscheine
  • 2 Artikel zum Preis von einem
  • Artikel-Sets
  • Zeitlich begrenzte Angebote
  • limitierte Angebote
  • und sonstige Promotions.

Nutzen Sie Aktionspreise und Sonderangebote, um die Besucher mit besonders günstigen Preisen zu locken und anschließend tragen Sie dazu bei, dass der Kunde mehr als nur das beworbene Produkt kauft.

Das Ziel von Marketingmaßnahmen sollte es nicht nur sein, die absolute Zahl der Verkäufe, sondern auch den durchschnittlichen Warenkorbwert zu erhöhen. Das Wichtigste dabei ist die richtige visuelle Hervorhebung. Die Kunden sollen erfahren, dass es in Ihrem Shop ein besonderes Kauferlebnis gibt, das die Konkurrenten nicht oder nicht in dem Ausmaß anbieten wie Sie.

Den eigenen Erfolg dabei kann man mithilfe von Google Analytics sehr gut messen.

To-dos Kommentar
Passende Module für Marketingaktivitäten installieren Bestimmen Sie die wichtigsten Marketingmaßnahmen für Ihren Onlineshop und finden Sie die Module, die Ihnen helfen, diese erfolgreich umzusetzen.
Shop-Templates anpassen Passen Sie Ihre Templates an, um die vorhandenen Marketingmaßnahmen hervorzuheben.

Bitte denken Sie daran, dass die in Ihrem Shop getroffene Marketingmaßnahmen keine Auswirkung auf die Zahl der Shopbesucher haben wird. Wenn Ihr Shop zu wenig Besucher hat, werden Ihnen die Marketingmaßnahmen kaum helfen und werden dafür aber ziemlich aufwendig sein.

Um die Besucher auf den Online Shop aufmerksam zu machen und zu Kunden werden zu lassen, gibt es verschiedene Hilfsmittel. Das Onlineshop Marketing umfasst Instrumente, die dazu dienen, Unternehmensziele zu erreichen. Beispielsweise können Pop-up Fenster einen passenden Handlungsimpuls erzeugen und den Besucher zur Interaktion bewegen. Diese müssen aber mit dem geöffneten Content verbunden sein und dürfen nicht zu aufdringlich erscheinen, weil die Onlineshop Werbung Kunden ansonsten nerven wird. Das E-Mail Marketing wird auch zur Umsatzsteigerung beitragen, dank der regelmäßigen Newsletter. Die Danke-Seite ist eine Feinheit, die den Kunden ein gutes Gefühl bringt und die Kundenbindung verbessert.

SEO für Onlineshops

Onlineshop SEO

Suchmaschinenoptimierung für Onlineshop ist genauso wichtig wie für jede andere Website. Denken Sie aber daran, dass SEO-Maßnahmen notwendig, aber nicht ausreichend sind, um einen erfolgreichen Onlineshop zu haben. Es mögen noch Nischen vorhanden sein, bei denen SEO-Tätigkeit voll und ganz ausreichen, um Erfolg zu haben. Solche sind mir aber nicht mehr bekannt. Konkurrenz gibt es inzwischen überall.

Aus unserer Praxis kann ich behaupten, dass die erfolgreichsten Onlineshops bis zu 50% der Umsätze mithilfe von Werbung (AdWords, Facebook, Instagram) generieren. Dies korreliert auch mit besseren Positionen in SEPR für die entsprechenden Keywords. Daher erwarten Sie nicht zu viel von Ihren SEO-Tätigkeiten, wenn Sie nicht bereit sind, in AdWords & Co zu investieren, wenn Ihre Konkurrenten es bereits tun.

To-dos Kommentar
Optimieren Sie die Meta Titles und Meta Descriptions Meta Titles und Meta Descriptions sind enorm wichtig bei der SEO-Optimierung eines Onlineshops, denn diese tragen dazu bei, ob ein potentieller Kunde eine Seite Ihres Onlineshops aufruft oder nicht, weil dieser auf der SERP-Seite zunächst nur diese sieht. Entscheiden Sie, ob Sie diese manuell oder automatisch optimieren und sorgen Sie dafür, dass diese immer optimiert werden.
Nutzen Sie H1 und H2- Überschriften Strukturieren Sie Ihre Produktbeschreibungen gut und nutzen Sie dabei die aussagekräftige H1 und H2- Überschriften.
Schreiben Sie aussagekräftige SEO-Texte für Kategorie und Unterkategorieseiten diese sind wichtig,damit Google & Co Ihre Seiten aus SEO-Sicht richtig für gewünschte Keywords „einstufen”.
Erstellen Sie zusätzliche Landing Pages Erstellen Sie in Ihrem Shop zusätzliche Seiten, die einen Mehrwert für Ihre Besucher schaffen, z.B. Brand-Shops, Themenseiten, Seiten für Produktserien etc.. Wenn diese Seiten wirklich Mehrwert für Ihre Besucher schaffen, werden diese von Google & Co auch hervorgehoben sein. Diese Seiten können auch sehr gut für Online-Werbung genutzt werden.
Betreiben Sie Content Marketing Wenn Sie sich es leisten können, führen Sie einen Blog, schreiben Sie hilfreiche Texte für Ihre Besucher. Schreiben Sie Texte, die helfen, eine richtige Auswahl zu treffen oder die Kunden in bestimmten Themen beraten. Content Marketing ist sehr teuer, macht aber nur langfristig Sinn, wenn Sie es starten, seien Sie bereit, je nach Ihren Themen 6 bis 12 Monate Zeit zu investieren, um die ersten Ergebnisse zu sehen.

Optimierung des Kundenservice

Die Transparenz der Beziehungen zwischen den Onlinehändlern und Käufern wird immer stärker. Wenn ein Kunde unglücklich ist, schreibt er eine negative Bewertung über Ihren Onlineshop und die anderen potenziellen Kunden werden es sofort erfahren, und einige von denen werden nie Kunde werden.

Deshalb ist die Optimierung der Prozesse, die mit der Verkaufsabwicklung und nachträglichem Support der Kunden zu tun haben, ebenfalls wichtig, auch wenn diese nicht direkt in die Shop-Optimierung fallen.

To-dos Kommentar
Versenden Sie die Bestellungen so schnell wie möglich und informieren Sie den Kunden über den aktuellen Status der Bestellung. Der informierte Kunde ist immer glücklicher.
Nutzen Sie ein Helpdesk um Kundenanfragen schnell und effizient zu bearbeiten (ein zufriedener Kunde bestellt ein zweites Mal und sagt es allen Freunden!)
Sorgen Sie für gute Bewertungen um Kundenvertrauen zu gewinnen. Es ist egal, ob dieser Kunde nochmal kauft. Seine Bewertung werden aber die anderen sehen und lesen.
Wenn möglich, bieten Sie kostenlose Retouren an Wenn Sie eine hohe Retourenquote haben, verstehen Sie warum und passen Sie die Produktbeschreibungen an. Die Retouren sollen am besten kostenlos sein.

Optimierung des Sortiments

Darüber ob ein Shop verkauft oder nicht, und wie gut, entscheidet letztendlich das Sortiment und die Preise. Wenn Sie einen technisch gesehen tadellosen Onlineshop haben, aber mit einem schlechten Sortiment werden Sie kaum was verkaufen.

Das Produktsortiment muss reich genug, anlockend und interessant sein, denn viele Kunden wollen was Besonderes. Es ist statistisch bewiesen, dass viele potenzielle Kunden einen Onlineshop verlassen, weil sie nichts finden können, weil es nichts Passendes gibt, nicht weil sie schlecht suchen (dieses Thema ist im Detail im Kapitel „Optimierung der Suche” behandelt).

Preise sind wichtig, aber nicht entscheidend. Oft kaufen Kunden zwei oder mehr Produkte lieber in einem Shop (auch wenn diese zusammen teurer sind), weil diese Produkte dann zusammen geliefert werden. Denken Sie darüber nach, welche Produkte würden Sie Ihren Kunden zusammen mit einem Produkt für einen Kauf empfehlen?

To-dos Kommentar
Erweitern Sie Ihr Produktsortiment Denken Sie daran, je mehr Produkte Sie anbieten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein durchschnittlicher Kunde ein passendes Produkt findet und kauft. Dies steigert letztlich auch die Conversion Rate.
Nutzen Sie ein PIM-System um alle Prozesse, die mit dem Produktsortiment und Qualität der Produktdaten zu haben, zu optimieren. Arbeiten Sie mit mehr Lieferanten zusammen.
Passen Sie das Produktsortiment schneller an die aktuellen Trends an Verschlafen Sie keine Trends, und aktualisieren Sie Ihr Sortiment rechtzeitig oder, besser sogar, bilden Sie die Trends selbst.
Bieten Sie qualitative Cross- und Up-Selling-Angebote an Es geht nicht darum, irgendwas als Cross- oder Up-Selling anzubieten, es geht vielmehr darum, dass diese Empfehlung dem Kunden einen Mehrwert bieten soll, z.B. im Fashionbereich kann es ein „Look” sein, die Gruppe von Produkten, die sehr gut zusammen passen und einen Stil für den Käufer schaffen.

Fazit

Die Gesamtkomposition des Onlineshops muss stimmen. Nur eine in sich stimmige Webseite gewinnt das Kundenvertrauen, führt zum Verkaufsabschluss und erhöht die Conversion Rate. Dabei ist natürlich wichtig zu verstehen, dass die Erhöhung der Conversion Rate auch zum Anstieg des Umsatzes führt. Nach einer kontinuierlichen Optimierung der Webseite bzw. des Onlineshops können Vergleiche der Conversion Rate in unterschiedlichen Zeiträumen die weiteren Online-Marketing-Kampagnen bestimmen. Es ist wichtig, Verständnis für die Customer Journey zu haben und den Kunden einen angenehmen Kaufprozess anzubieten. Vor allem kommt es auf eine saubere Shopstruktur, professionelle Kommunikation und ansprechenden Content an.

Onlineshop-Optimierung ist eine wichtige und kontinuierliche Aufgabe für jeden Shopbetreiber. Es gibt sehr viele Maßnahmen, die im Shop selbst und um den Shop herum zu treffen sind, um ein erfolgreiches Ergebnis zu bekommen. Es gibt kein für alle einheitliches Erfolgsrezept – eine effektive Maßnahme für einen mag komplett unwirksam für einen anderen sein. Deshalb ist es wichtig sicherzustellen, dass die Effekte infolge der Änderungen auch gut messbar sind.

Alle Maßnahmen zur Onlineshop-Optimierung können in zwei Gruppen aufgeteilt werden – qualitative, die die Conversion Rate beeinflussen und quantitative, die den Umsatz beeinflussen. Dabei ist natürlich wichtig zu verstehen, dass die Erhöhung der Conversion Rate immer zum Anstieg des Umsatzes führt, aber nicht jede Umsatzerhöhung ist das Ergebnis einer gestiegenen Conversion Rate.

Fast alle qualitativen Maßnahmen sind mithilfe von A/B-Tests auf deren Effektivität zu testen, damit diese auch beibehalten werden. Nur eine Gruppe davon macht immer und für jeden Sinn und bedarf somit keiner A/B-Tests, nämlich diejenige , die auf die Beschleunigung der Ladezeiten ausgerichtet sind.

Es ist durchaus möglich, dass Sie zwar eine gesunkene Conversion Rate bekommen, dafür aber einen höheren Umsatz, z.B. wenn Sie Ihre Werbekampagnen so umändern, dass die Kosten für die Klicks viel günstiger werden. Natürlich mag die Qualität des Traffics dafür auch absinken, aber wenn man die Umsätze mit den Kosten vergleicht, mag es für viele eine echte Optimierung sein. Die Conversion Rate für organischen Traffic sollte natürlich nicht absinken. Es sind die Zusammenhänge – die Ursachen und die Folgen richtig zu verstehen und zu deuten, um einen kontinuierlichen Erfolg bei einer Onlineshop- Optimierung zu haben.


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